Klartext mit Werner Kuhn – Unser Mann für Europa

„Lieber Werner, du hast dich entschieden, erneut als Kandidat für das Europäische Parlament und damit am 26. Mai 2019 zu kandidieren. Was waren deine Beweggründe?“

Werner Kuhn: Die Idee vom Haus „Europa“ war schon immer einer der Leitgedanken meines politischen Kompass. Die Europäische Union spielt in zunehmendem Maße im täglichen Leben unserer Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle. Gerade gegenüber dem Erstarken der Nationalisten möchte ich mit meiner erneuten Kandidatur und meiner politischen Erfahrung weiterhin eine starke Stimme für unsere Heimat Mecklenburg-Vorpommern im Europäischen Palament sein.

„Wie können wir den Bürgern die Europäischen Union besser vermitteln?“

Werner Kuhn: Wir müssen den Menschen in Deutschland die Vorteile der Europäischen Union deutlicher vermitteln. Die Bundesrepublik und seine Bürger profitieren in besonderer Weise als Exportland Nummer eins vom Europäischen Binnenmarkt, der Zollunion, der gemeinsamen europäischen Währung und dem pass- und visafreien Verkehr im Schengenraum. Dazu ist es dringend erforderlich, dass wir den Schutz unsere Außengrenzen massiv verstärken.  Der Ausbau der Grenzschutzagentur FRONTEX und die Ausstattung unserer Küstenwache sind dabei die dringendsten Aufgaben.

„Was muss sich bei der Migrationspolitik ändern?“

Werner Kuhn: Die EU-Mitgliedsstaaten sollten endlich an einem Strang ziehen. Dazu gehört es, dass wir mit den  Maghrebstaaten Flüchtlingsabkommen abschließen, so wie wir es auch mit der Türkei praktizieren. 
Die Sicherung der Mittelmeergrenze, die Seenotrettung von Flüchtlingen und die Rückführung in ihre Heimatländer haben dabei höchste Priorität.
 Auf nationaler Ebene muss die Bundesregierung  das Prinzip Sachleistungen vor finanzieller Unterstützung anwenden.

„Wie und wovon profitiert unser Bundesland von der Europäischen Union?“

Werner Kuhn: Die Vorteile für Mecklenburg-Vorpommern lieben auf der Hand., Viele Menschen in unserer Heimat profitieren direkt und indirekt von der Europäischen Union. Mecklenburg-Vorpommern erhält aus den Strukturfonds zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur, dem Europäischen Sozialfonds und der Entwicklung der ländlichen Räume über 2 Milliarden Euro im Zeitraum 2014 bis 2020. Die Verkehrsinfrastruktur konnte verbessert werden, viele soziale Projekte sind auf den Weg gebracht worden aber auch der Forschungssektor partizipiert von europäischer Förderung. Ein herausragendes Projekt ist die Wasserstoffkernfusionsanlage Wendelstein 7X in Greifswald.

„Und was tut sich gerade für unseren landwirtschaftlichen und Fischereisektor in M-V?“

Werner Kuhn: Landwirtschaft und Fischerei sind aus meiner Sicht zwei sehr bedeutsame Wirtschaftszweige. Traditionell ist Mecklenburg-Vorpommern … von Landwirtschaft und Fischerei geprägt. Unsere Bauern und Fischer arbeiten und wirtshaften in der feien Natur. Wir müssen gewährleisten, dass sie auch zukünftig finanzielle Unterstützung aus europäischen Mitteln bekommen.
Die neue gemeinsame Agrarpolitik muss darauf ausgerichtet sein, gleiche Rahmenbedingungen für die Landwirte zu schaffen, damit es innerhalb der Europäischen Union zu keinen Wettbewerbsverzerrungen kommt.
In der Fischerei müssen wir bei massiven Quotenkürzungen Ausgleichszahlungen aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds zur Verfügung stellen.

„Wie profitiert gerade die junge Generation von der Europäischen Union?“

Werner Kuhn: Der Jugend gehört die Zukunft in Europa. Das Erasmus Plus Programm unterstützt den Austausch von Studenten und Auszubilden. Wissen, Sprache und Kultur werden so länderübergreifend vertieft.
Das Prinzip der Arbeitsnehmerfreizügigkeit ist ein wirksames Mittel um der Jugendarbeitslosigkeit in vielen unserer Mitgliedsländer zu begegnen. 
Davon profitieren nicht nur junge Menschen, sondern auch die nach Fachkräften suchende heimische Wirtschaft zieht daraus ihre Vorteile.

„Kurz zusammengefasst, lieber Werner, worauf kommt es in den nächsten Tagen und Wochen bis zur Wahl an?“

Werner Kuhn: Uns ist mit der Europäischen Union etwas Einmaliges gelungen. In einer Welt voller Protektionismus müssen wir uns auf das gemeinsame Fundament unser christlichen sowie und humanistischen Werte berufen. Wir stehen in der Welt für ein Fundament aus Demokratie, Solidarität, Rechtsstaatlichkeit sowie und Freiheit. Diese Errungenschaft und damit einhergehende Privilegien lassen wir uns durch Nationalisten und Populisten und Nationalisten nicht kaputt machen. Das müssen wir den Leuten gilt es den Bürgerinnen und Bürgern jeden Tag zu vermitteln.