Neuregelung beim Umgang mit dem Wolf

Die Zahl der Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern wächst rasant und das seit vielen Jahren. Inzwischen ist die Zahl so groß, dass die Schäden durch Wolfsrisse keine Einzelfälle mehr sind. Diese Entwicklung war absehbar, deswegen hat die CDU-Fraktion schon frühzeitig klargemacht, dass der Wolfsbestand reguliert werden muss. Dies ist aber nicht so ohne Weiteres möglich, denn der Wolf ist aus gutem Grund eine sehr streng geschützte Tierart.

Insbesondere vermeintliche Naturschützer aus Ballungszentren außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern haben oft und gern behauptet, die CDU betreibe Panikmache, der Wolf sei ein scheues Tier und komme dem Menschen nur höchstselten nahe. Tatsächlich basiert die vermeintliche Scheu des Wolfes auf der Tatsache, dass er früher aggressiv bejagt wurde. Da dies heute nicht mehr der Fall ist, ist auch von der Scheu nicht viel geblieben.

Im kommenden Landtag wird der Umgang mit dem Wolf erneut Thema sein. Die CDU wird bei ihrer Haltung bleiben: Die Vorstellung, dass Raubtiere und Menschen störungsfrei zusammenleben können, gehört in Disneyfilme, hat aber mit der Realität wenig zu tun. Zäune und der Einsatz von Herdenschutzhunden können Wolfsrisse nur sehr begrenzt eindämmen. Entschädigungen durch das Land sind ebenfalls keine dauerhaft akzeptable Lösung, zumal immer nur der „Zeitwert“ getöteter Tiere ersetzt wird und diejenigen Tiere einer Herde, die den Wolfsriss überleben, oftmals traumatisiert sind. Während sich im Bundesrat unser zuständiger Umweltminister Dr. Backhaus fundierten Anträgen aus Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen enthält, wird sich die CDU-Fraktion für einen praxistauglichen Umgang mit dem Wolf einsetzen. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Wolfspopulation im Land und der Übergriffe auf Nutztiere wird es höchste Zeit, rechtliche Rahmenbedingungen für den Abschuss von Problemwölfen zu schaffen.


zurück zur Übersicht