Neue Wege bei Wirtschafts- und Energiepartnerschaften beschreiten

Stein-Peter

In der Debatte zum Bundeshaushalt 2021 haben wir unsere Forderung zum Ausdruck gebracht, neue Wege bei internationalen Wirtschafts- und Energiepartnerschaften zu gehen. Wir haben es bereits in den letzten Jahren geschafft, einen Umbruch in der Entwicklungszusammenarbeit hinzubekommen. Wir sind heute weniger „Geber“ und mehr „Partner“. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das deutsch-marokkanische Wasserstoff-Abkommen, das erst in diesen Sommer geschlossen wurde.

Wir sind der festen Überzeugung, dass wir unsere Energieversorgung der Zukunft nur mit heute begründeten, langfristig vertrauensvollen Technologie- und Lieferpartnerschaften sichern können. Deswegen fordern wir eine rasche Wende hin zu neuen Ansätzen bei Wirtschafts- und Energiepartnerschaften. Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie zeigen uns, dass wir Lieferketten und Abhängigkeiten weiter diversifizieren müssen.

Bei den Energiepartnerschaften ist eine einseitige Fokussierung auf Länder wie Saudi Arabien, Australien oder Russland weder vernünftig noch nachhaltig. Wir müssen viel mehr auf unsere Nachbarn in Afrika setzen, vor allem auch auf Marokko, Tunesien, Ghana oder Namibia. Erneuerbare Energie ist dort sehr preiswert und eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist essentielle Voraussetzung, damit wir unsere selbstgesteckten Klimaziele erreichen.

Angesichts des Wettbewerbs mit China, das ebenfalls in Afrika aktiv ist, warnen wir vor Stillstand. Wir haben die Technologie und das nötige Know-how, um sofort loszulegen. Wenn wir noch länger warten, geraten wir ins Hintertreffen und verpassen eine gewaltige Chance für den Erhalt unserer Wirtschaft und Industrie einerseits und die Schaffung tausender moderner Arbeitsplätze in unseren Partnerländern andererseits.

Bei uns in M-V haben wir viele erfahrene Akteure, die bei der Wasserstofftechnologie schon heute eine bedeutende Rolle spielen. Der Bund fördert Wasserstofftechnologien und neue Partnerschaften mit 9 Mrd. Euro. Wir wollen so viel wie möglich davon nach M-V holen, damit wir beim Hochlauf der deutschen Wasserstoffwirtschaft langfristig und nachhaltig profitieren. Wir befinden uns am Anfang eines Umbruchs und haben beste Standortbedingungen. Wir haben die Köpfe in der Wissenschaft und die Tatkraft in den Unternehmen, die Technik, erneuerbare Energie, Logistik- und Transportinfrastruktur.

Unser Motto lautet: Lasst uns dieses seltene Momentum nutzen und ergreifen wir die Chance, etwas für uns und für die nachfolgenden Generationen zu verändern!


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