E-Sport

Auch im Sport hat die Digitalisierung Einzug gehalten, was im Sportausschuss aktuell zu einer lebendigen Debatte rund um „E-Sport“ geführt hat. Im Jahr 2017 hat sich der Verband „esport-Bund Deutschland“ (kurz: ESBD) gegründet und definiert den Begriff folgendermaßen: „esport […] ist das sportwettkampfmäßige Spielen von Video- bzw. Computerspielen, insbesondere auf Computern und Konsolen, nach festgelegten Regeln.“ Schätzungen zufolge gibt es drei bis vier Millionen E-Sport-Begeisterte.

Im Sportausschuss des Deutschen Bundestags hat man sich aktuell mit der Frage befasst, ob das Fußballspielen auf der Konsole mit dem Spiel auf dem Sportplatz gleichgestellt werden kann. Die Haltungen differieren stark. Der Präsident des eSport-Bunds Deutschland setzt sich hier klar für ein Ende der Stigmatisierung des E-Sports ein, wohingegen Experten aus der Sportwissenschaft meinen, dass das Bedienen eines Controllers keine sportartbestimmte motorische Aktivität sei. Im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD die Absicht erklärt, den E-Sport zukünftig als eine Sportart mit Vereins- und Verbandsrechten anzuerkennen. Es wird jedoch weitere Gespräche geben müssen, um sich eine umfassende Meinung rund um den „E-Sport“ bilden zu können.


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