Digitalisierung in der Bundeswehr und im Sport

Es scheint in aller Munde und mit Blick auf die sich ständig ändernden Bedingungen zeigt sich deutlich – „Digitalisierung“ hat Auswirkungen auf jeden von uns, auch in der Bundeswehr. Digitalisierung verändert zwar nicht den Auftrag bzw. die Aufgabe der Bundeswehr, es verändert jedoch die Art der Auftragserfüllung. Mit der Neuordnung des Cyber- und Informationsraums gehen das Bundesverteidigungsministerium und die Bundeswehr einen neuen Weg. Die Umsetzung ist eine Führungsaufgabe, die wahrgenommen werden muss, um die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr sicherzustellen.

Im Rahmen des Weißbuch-Prozesses reagierte die Bundesregierung auf die sich ständig verändernden sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen. Programme wie die Agenda Rüstung, Agenda Attraktivität, Trendwende Personal und Trendwende Finanzen sollen dafür sorgen, dass die Bundeswehr den Anforderungen der Einsatzwirklichkeit im 21. Jahrhundert gerecht wird.

Die Bundeswehr wird sich innovativ und ganzheitlich im Bereich IT und Cyber weiterentwickeln, um auf diese Weise neue Trends zu setzen. Dadurch kann sich die Bundeswehr auch auf dem Arbeitsmarkt als moderner und attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Die hohe Dialogbereitschaft des Ministeriums im Rahmen der Neuorganisation muss beibehalten werden und nach dem Modell des Weißbuch-Prozesses fortgeführt und gestärkt werden. Nur durch einen engen und uneingeschränkt offenen Austausch mit der Wirtschaft kann das Ministerium die hoch gesteckten Ziele der Neuorganisation erreichen.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag bin ich als Berichterstatterin für das Sanitätswesen in der Bundeswehr zuständig. Auch hier wird das Thema „Digitalisierung“ zukünftig ganz groß geschrieben, was ich persönlich sehr begrüße.

Ich denke hier spontan an die gesammelten Gesundheitsunterlagen eines Soldaten (sogenannte G-Akten), die es derzeit nur in Papierform gibt. Derzeit sieht es noch so aus, dass Soldaten mit diesen Akten von Arzt zu Arzt laufen müssen und man den Krankheitsverlauf eben nur anhand dieser Unterlagen nachvollziehen kann. Das wollen wir auf Bundesebene stärker ins Auge fassen.


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