Bundeswehr im Einsatz gegen das Corona-Virus

Seit Monaten beherrscht die Corona-Pandemie den Alltag nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Auswirkungen sind in allen Lebensbereichen spürbar und das Virus stellt uns alle miteinander derzeit vor sehr große Herausforderungen, die natürlich auch Ängste und Sorgen mit sich bringen. Deutschland kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner.

Ärzte und medizinisches Personal weltweit arbeiten auf Hochtouren, um infizierte Personen zu behandeln, und setzen alles daran, das Virus einzudämmen. 

Die Bundeswehr hat in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie in Notfällen und Krisensituationen für die Bürgerinnen und Bürger bereitsteht.  Und genauso greift die Bundeswehr auch jetzt mit vollem Einsatz im Kampf gegen Corona ein.

Insgesamt fünf Bundeswehrkrankenhäuser hat das Militär in Deutschland. Sie haben ihre Kapazitäten deutlich erhöht und sind fest in die Versorgung ziviler Patientinnen und Patienten eingebunden.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag bin ich als Berichterstatterin für das Sanitätswesen in der Bundeswehr zuständig. Für den Sanitätsdienst ist es in dieser sehr herausfordernden Zeit besonders schön zu sehen und beruhigend zu wissen, wie groß die Bereitschaft in der Bevölkerung ist, die Krise gemeinsam zu bewältigen. So wurden ehemalige Soldatinnen und Soldaten gebeten, die diversen Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr temporär zu unterstützen und die Resonanz war schlichtweg überwältigend.

Auch außerhalb des Sanitätsdienstes kann die Bundeswehr Unterstützung für die Gesellschaft anbieten. In vielen Orten leistet die Truppe beispielsweise Amtshilfe, wie z.B. in Alten- und Pflegeheimen, um das dortige Personal zu unterstützen. Die Aufgaben umfassen unter anderem die Vorbereitung und Verteilung von Mahlzeiten, aber auch die Betreuung und Pflege der Patienten.

Unter dem Motto „Musik gegen Einsamkeit“ spielen derzeit engagierte Musikerinnen und Musiker der Bundeswehr deutschlandweit kleine Konzerte in Seniorenheimen, um  den Bewohnerinnen und Bewohnern die Zeit während der Corona-Isolation etwas zu verkürzen.

Ob Feldbetten oder Schutzkleidung, ob medizinisches Personal oder eine Drive-In-Teststation für Corona-Verdachtsfälle - die Bundeswehr hilft an vielen Stellen und hat ein verlässliches deutschlandweites Netzwerk mit Ansprechpartnern für den Katastrophenfall aufgebaut.

Fakt ist: Um der Lage Herr zu werden, ist es von entscheidender Bedeutung, den Ausbreitungsverlauf zu verlangsamen. Trotz derzeit sinkender Infektionszahlen ist es gerade jetzt sehr wichtig, sich auch weiterhin an die von der Bundesregierung vorgeschriebenen Regeln zu halten. Es gibt viele Menschen, die sich jeden Tag für die Grundversorgung und Sicherheit unserer Gesellschaft einsetzen und für unser aller Wohl bis an ihre Belastungsgrenzen gehen. Ihnen gebührt großer Dank und allerhöchster Respekt.

Dank der engen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Instanzen, leistet die Bundeswehr ihren unermüdlichen Beitrag, damit Krankenhäuser, Behörden und Einrichtungen auch während der Corona-Pandemie weiterhin leistungsfähig bleiben. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Mut und die Kraft haben, uns gemeinsam durch diese herausfordernde Zeit zu manövrieren.


zurück zur Übersicht