Baudenkmale erhalten helfen

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über eine Vielzahl an Gebäuden, die als Baudenkmale erhaltenswert sind, darunter allein 2.000 Guts- und Herrenhäuser. Höfe, Mühlen, Kirchen, Klöster, Wohnhäuser, Gutsanlagen, Herrenhäuser und Schlösser sowie die dazugehörigen Nebengebäude, Gärten und Parkanlagen prägen Dörfer und Städte in weiten Teilen des Landes.

Der größte Teil davon ist in Privatbesitz, weshalb die private Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen unerlässlich für die dauerhafte Erhaltung der Baudenkmale im Land ist. Gleiches gilt für andere Kulturgüter in Privatbesitz.

Maßnahmen, die der Erhaltung eines Gebäudes als Baudenkmal oder die Herstellung seiner sinnvollen Nutzung bzw. der Erhaltung anderer Kulturgüter dienen, können unter bestimmten Voraussetzungen bei der Veranlagung der Einkommenssteuer steuermindernd berücksichtigt werden.

Dafür wird eine Bescheinigung durch die Unteren Denkmalschutzbehörden benötigt.

In der Praxis zeigt sich, dass einige Untere Denkmalschutzbehörden bei der Ausstellung der Bescheinigungen restriktiver vorgehen, als es der Intention des Gesetzgebers entspricht. Auch fehlt es an einer landeseinheitlichen Anwendung der einschlägigen Bescheinigungsrichtlinien.

Um den Bürgern bestmöglich bei der Inanspruchnahme steuerlicher Vergünstigungen gemäß des Einkommensteuergesetzes zu unterstützen, soll eine landeseinheitliche Rechtsanwendung über Handlungsanleitungen und Schulungen für die Unteren Denkmalschutzbehörden gewährleistet werden. Außerdem soll der Service gegenüber den Antragstellern verbessert werden, unter anderem durch einen Informationsleitfaden mit Praxisbeispielen, mit dessen Hilfe die häufigsten Fragen beantwortet und Fehlerquellen minimiert werden können.


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