30 Jahre Friedliche Revolution in M-V

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution wird in Berlin in absehbarer Zeit ein Gedächtnisort in Form einer begehbaren Schale geschaffen. Bewegen sich genügend Menschen an eines der Enden dieser Schale, so bewegt diese sich sanft. Die Symbolik dahinter ist einleuchtend: Wenn sich genügend Menschen für eine Sache begeistern, dann bewegt sich etwas!

Eine der Besonderheiten der Friedlichen Revolution war aber, dass sie ‚dezentral‘ stattfand. Überall in der DDR gab es damals friedliche Proteste gegen das SED-Unrechtsregime. Angesichts der Tatsache, dass es damals noch keine sozialen Medien gab, ist dies eine umso erstaunlichere Tatsache.

Auch auf dem Boden des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns gab es zahlreiche Protestkundgebungen, welche die friedliche Revolution eingeläutet haben; die erste Kundgebung dieser Art fand mit hoher Wahrscheinlichkeit in Waren (Müritz) statt. Die Leistung mutiger Männer und Frauen, die die alltägliche Repression leid waren, müssen wir auch in Mecklenburg-Vorpommern endlich stärker würdigen. Deswegen hat die CDU-Fraktion im Frühjahr letzten Jahres einen Antrag auf den Weg gebracht, der einen Gedächtnisort für die Friedliche Revolution einfordert.

Das Bildungsministerium hat nunmehr ein Papier geliefert, das erste Ideen für einen Gedächtnisort enthält. An dieser Stelle ist der Landtag gefragt, das Papier mit Leben zu füllen. Deswegen hat die CDU-Fraktion am 18. Oktober eine Diskussionsveranstaltung in Waren (Müritz) angeboten, die den Titel ‚Auf dem Weg zu einem Gedächtnisort für die Friedliche Revolution!‘ trug – hierbei konnte mit dem ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung Florian Mausbach ein Referent gewonnen werden, der zahlreiche ähnliche Projekte bundesweit begleitet hat. Ferner auf dem Podium: Anne Drescher, Beauftragte für die Stasi-Unterlagen und Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer.

Infolge dieser Veranstaltung hat sich die Stadtvertretung in Waren (Müritz) einstimmig dafür ausgesprochen, einen Gedächtnisort errichten zu wollen. Dies ist ein wichtiges Signal an die Landespolitik. Deswegen will die CDU-Fraktion im kommenden Landtag Nägel mit Köpfen machen und die Standortfrage im Landtag festzurren, sowie einen verbindlichen Fahrplan für den Gedächtnisort zum Thema machen.


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