Michael Sack: Weitere Onlinehandel-Austrocknung unserer Innenstädte verhindern

08.08.2021

Im Rahmen seiner Tour durchs Land hat der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Michael Sack, in der vergangenen Woche in Ueckermünde Station gemacht. Anlass waren Gespräche mit dem Bürgermeister und mit der Initiative zum Erhalt der Innenstädte in Mecklenburg-Vorpommern. Im Ergebnis dieser Gespräche erklärt Michael Sack:

„Viele Städte in Mecklenburg-Vorpommern erstrahlen äußerlich in beeindruckendem Glanz - eine Entwicklung, auf die wir zurecht stolz sind. Neben der baulichen Sanierung ist die Belebung der Innenstädte wichtig. Wie in vielen anderen Bereichen hat die Corona-Pandemie ein Problem sichtbarer gemacht, das vor Ort seit vielen Jahren besteht: Die Innenstädte, insbesondere in den Grundzentren, leiden unter dem Konkurrenzdruck ausgehend von großen Online-Portalen.

In der Landesregierung wurde die Idee ersonnen, diesem Problem mit einem ,Digitalen Marktplatz MV‘ und mit einem ,e-Shop des Landes‘ zu begegnen. Gespräche mit Handelsverband und mit Einzelhändlern vor Ort machen deutlich, dass beide Plattformen so gut wie gar nicht bekannt sind und die Landesregierung sich augenscheinlich in ihren Ideen verzettelt hat, zumal die Instrumente teilweise identische Funktionalitäten aufweisen. Es handelt sich um Reißbrettlösungen und nicht um brauchbare Hilfe.

Ich empfinde es als echtes Problem, dass keine Stelle ein niedrigschwelliges Programm anbietet, unsere Einzelhändler zu ,Onlinehändlern‘ fortzubilden. Das marktwirtschaftliche Prinzip, nach dem am Markt derjenige besteht, der besonders leistungsfähig ist und das beste Angebot macht, findet beim Onlinehandel vielfach seine Grenzen. Umso wichtiger wäre ein landesseitiges Fort- und Weiterbildungsangebot, das den Händlern die zielgerichtete Teilnahme am Markt ermöglicht.

Wenn man Probleme lösen will, hilft es erfahrungsgemäß, mit den Betroffenen zu reden und ihnen nicht Scheinlösungen überzuhelfen. Wir brauchen einen ,Runden Tisch des Einzelhandels‘ in Mecklenburg-Vorpommern, an dem alle maßgeblichen Akteure eingebunden sind. Alles andere ist Schaufenster-Politik, die nichts an der Austrocknung unserer Innenstädte ändert.“


zurück zur Übersicht