Michael Sack: Mit der CDU wird kein Krankenhausstandort geschlossen

27.07.2021

Heute hat der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, gemeinsam mit Simone Borchardt (Kandidatin für den Deutschen Bundestag) und Tom Brüggert (Kandidat für den Landtag) das SANA Hanse Klinikum in Wismar besucht. In diesem Rahmen erörterte Michael Sack einige der gesundheitspolitischen Vorstellungen der CDU Mecklenburg-Vorpommern.

Michael Sack: „Der Besuch in Wismar war sehr eindrücklich. Sehr hohe Professionalität, sehr hohe Orientierung am Patientenwohl, sehr moderne Arbeitsstrukturen. Private Anbieter wie SANA sind als Träger von Krankenhäusern heute nicht mehr wegzudenken. Deswegen halte ich auch nichts davon so zu tun, als seien öffentliche Träger leistungsfähiger oder gar besser, als private Krankenhausträger. Es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn sich ein Landkreis dazu entschließt, ein Krankenhaus in öffentliche Trägerschaft zu überführen – die zentralen Probleme im Bereich der Krankenhauslandschaft lassen sich auf diesem Wege aber nicht lösen.

Der Mangel an Ärzten etwa, insbesondere an Fachärzten, wird sich nur beheben lassen, wenn wir unsere Ausbildungskapazitäten hochfahren. Das Land Mecklenburg-Vorpommern verfügt über zwei hervorragende Medizinische Fakultäten, die Ausbildung zusätzlicher Ärzte wäre also durch entsprechende landespolitische Weichenstellungen absolut machbar. Um die Ärzte im Land zu halten, gibt es zwei bewährte Instrumente: Die ,Landeskinderquote‘, also die Vergabe von Studienplätzen vor allem für angehende Ärzte, deren Heimat Mecklenburg-Vorpommern ist und ein Stipendienprogramm für diejenigen Ärzte, die sich verpflichten, auf dem Land zu praktizieren. Beide Instrumente existieren bereits, es besteht kein Grund, sie nicht noch viel mutiger anzuwenden - auch für andere medizinische Mangelberufe.

Auch beim medizinischen Personal abseits der Ärzte braucht es landesweit eine große Kraftanstrengung, um mehr junge Menschen für die entsprechenden Berufe zu begeistern. Die Stimmung auf den Stationen führt klar vor Augen: Medizinisch ausgebildete Menschen sind hochqualifizierte, gut bezahlte Fachkräfte, die Berufe bedürfen dringend der weiteren gesellschaftlichen Aufwertung.

Das Ziel für die kommenden Jahre ist klar: Alle Krankenhausstandorte in Mecklenburg-Vorpommern müssen erhalten bleiben. Das vermeintliche Argument, größere Strukturen seien generell leistungsfähiger halte ich für vorgeschoben. Wir erleben zudem regelmäßig, dass solche Reformprozesse eher neue Probleme schaffen, statt bestehende zu lösen. Zudem ist gerade im ländlichen Raum das Thema Versorgungssicherheit ganz wesentlich, die Menschen erwarten vollkommen zurecht, dass bei Ihnen vor Ort umfassende medizinische Versorgung auf hohem Niveau stattfindet. Gerade unsere kleinen Krankenhausstandorte leisten hier einen sehr wichtigen Beitrag.“


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