Michael Sack: Mecklenburg-Vorpommern braucht eine andere Außenhandelsstrategie

05.08.2021

Anlässlich der von der Staatskanzlei vorgestellten Bilanz zum Außenhandel in Mecklenburg-Vorpommern äußert der Spitzenkandidat der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack:

„Der Wohlstand in Deutschland basiert in erheblichem Maße auf einem robusten Außenhandel. Es gibt kein Bundesland, das an diesem Außenhandel weniger teilnimmt, als Mecklenburg-Vorpommern. Und dies seit vielen Jahren. Die Lösung für dieses Problem liegt auf der Hand:

Die Außenhandelsstrategie des Landes muss endlich an wirtschaftlichen Notwendigkeiten ausgerichtet werden und nicht mehr nur an Schlagzeilen.

Wir brauchen eine Außenwirtschaftsstrategie, die Wachstumsmärkte in den Blick nimmt, insbesondere diejenigen, die sich in der EU und damit in einer Gemeinschaft der Werte und des Rechts befinden. Vor allem Polen und die skandinavischen Länder, aber auch alle anderen Ostseeanrainer sind wichtige Handelspartner. An unseren Unternehmen liegt es jedenfalls nicht, dass wir international nach wie vor kaum Anschluss haben.

Die kürzlich veröffentlichten Zahlen zeigen, wie unbefriedigend die Situation ist, sie als Bestätigung geleisteter Arbeit zu verstehen würde unsere außenwirtschaftliche Schwäche nur zementieren: Es stimmt, in Krisenzeiten fällt Mecklenburg-Vorpommern regelmäßig weniger tief als andere Bundesländer, dafür wächst unsere Wirtschaft in einer Boomphase auch viel weniger stark. Ursächlich ist, dass es bei uns weniger Großindustrie gibt, dadurch schlagen weltwirtschaftliche Krisen wie aktuell die Corona-Pandemie oder vor einer Dekade die Weltfinanzkrise bei uns weniger zu Buche.

Aus diesem Grund ist das Volumen unseres Außenhandels seit vielen Jahren unterm Strich praktisch gleichbleibend klein - es ist mit Abstand das kleinste aller Bundesländer, wenn man es ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt setzt, bilden wir mit Brandenburg und Berlin bundesweit das Schlusslicht. So kann's nicht bleiben."


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