Michael Sack: Hinterm Horizont geht's weiter

28.07.2021

Im Rahmen seiner Sommertour ist der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Michel Sack, kurz auf den Regionalexpress von Boizenburg nach Brahlstorf umgestiegen. Hintergrund ist, dass der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bis Schleswig-Holstein und bis Niedersachsen reicht, aber leider nicht bis Mecklenburg-Vorpommern. Bislang hat die hiesige Landesregierung keine erfolgreichen Gespräche über die Aufnahme der ,Grenzkreise‘ in den HVV geführt. Von Mecklenburg-Vorpommern aus gesehen endet der Horizont hinter Schwanheide.

Michael Sack:

„Die Gespräche, die ich während der Zugfahrt geführt habe zeigen mir deutlich: Der Wunsch, die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sowie möglicherweise sogar die Landeshauptstadt Schwerin an den HVV anzuschließen, ist groß. Die Fahrgäste hätten davon ausschließlich Vorteile. Das Gebiet des HVV umfasst neben Hamburg jetzt schon die angrenzenden Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg sowie die Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg, mit Abstrichen auch Uelzen, Rotenburg, den Heidekreis und Cuxhaven. Die Metropolregion hat sich schon im HVV versammelt, nur Mecklenburg-Vorpommern nicht. Der Landtag hat das Thema erkannt und hat einen klaren Auftrag erteilt. Der Wille des Landtages wurde aber nicht umgesetzt. Wir als Landes-CDU werden uns dafür einsetzen, dass der Wille umgesetzt wird.

Mecklenburg-Vorpommern hat mit Rostock einen echten Wachstumskern, wir könnten aber sehr viel stärker vom Wachstum der Hansestadt Hamburg, vom Wachstum in Stettin und mittelfristig auch von der Anziehungskraft der Bundeshauptstadt profitieren, würde man den Horizont unseres ÖPNV ein klein wenig erweitern. Zudem ließe sich gerade in einer Zeit, in der viel über potenziell klimaschädliche Aspekte des Individualverkehrs gestritten wird, mit einer etwas weitsichtigeren Ausgestaltung unseres ÖPNV ein echter Beitrag zur Entlastung der Straßen und zur Attraktivitätssteigerung der Schiene leisten. Die derzeitige Herangehensweise macht den ÖPNV gerade für Pendlerinnen und Pendler noch unattraktiver, das eigene Auto erscheint als eindeutig bessere Alternative. Ich bin nachdrücklich für eine Ausweitung von Tarifzonen auf Mecklenburg-Vorpommern."


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