Michael Sack: Heimische Wirtschaft stärken, Azubi-Ticket aufwerten, Regionalbonus einführen

19.08.2021

Im Nachgang zum IHK-Wahlforum vom Montag dieser Woche hat der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Michael Sack, die Aufwertung des Azubi-Tickets und die Einführung eines Regionalbonus für die öffentliche Auftragsvergabe gefordert.

Michael Sack: „Unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft gerät an vielen Stellen unter Druck. An vielen Stellen würde man diesen Druck deutlich mindern können. Hierzu zwei Vorschläge:

Der allseits beklagte Fachkräftemangel etwa hat auch etwas zu tun mit dem lieblos eingeführten Azubi-Ticket - dass es zum Ladenhüter werden könnte, hat die CDU schon frühzeitig beklagt, Medienberichten zufolge ist der Umstand nunmehr sogar messbar und nachgewiesen. Nicht nur, dass das Ticket viel zu spät eingeführt wurde, wodurch unser Land einen möglichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bundesländern sehenden Auges in Kauf genommen hat, das Ticket ist mit 365 EURO pro Jahr für Azubis auch nicht wirklich billig. Die CDU hat deswegen zu Recht immer wieder gefordert, dass das Ticket für die Betroffenen möglichst attraktiv sein muss und Attraktivität wird eben auch über den Preis abgebildet. Abgesehen davon wäre es wichtig, dass das Ticket nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern gilt, sondern auch in den angrenzenden Bundesländern. Das würde den Freizeitwert des Tickets deutlich erhöhen, zudem ist der Berufsschulunterricht in vielen Fällen inzwischen länderübergreifend organisiert, ein erweiterter Geltungsbereich wäre daher nur konsequent.

Darüber hinaus beklagen viele Unternehmerinnen und Unternehmer, dass sie bei öffentlicher Auftragsvergabe aus ganz unterschiedlichen Gründen oftmals das Nachsehen haben und bundesweit oder gar europaweit agierende Betriebe den Zuschlag bekommen. Statt unsere heimische Wirtschaft mit vergabefremden Kriterien noch stärker zu belasten, so wie die politischen Mitbewerber es wollen, bin ich für die Einführung eines Regionalbonus. Das Ziel muss sein, unsere heimischen Unternehmen bei öffentlicher Auftragsvergabe durch eine Einführung eines entsprechenden Bonus gegenüber Anbietern aus anderen Bundesländern oder Staaten strukturell besserzustellen. Das hätte nicht nur eine ökologische Wirkung, weil lange Anfahrts- und Transportwege vermieden werden könnten, es würde sich kurzfristig und direkt auswirken. Bedenken, ein solcher Bonus könne mit EU-Recht nicht vereinbar sein, halte ich für vorgeschoben. Ich bin mir sicher, dass sich dieser Bonus rechtssicher ausgestalten ließe, wenn man es nur will. ,Ich kann nicht‘ wohnt zumeist in der ,Ich-will-nicht-Straße‘. Das lehrt die Erfahrung, gerade im Hinblick auf sozialdemokratisch geführte Landesministerien.“


zurück zur Übersicht