Michael Sack: Duale Ausbildung aus dem Schattendasein holen - Berufsschulstandorte dezentralisieren

19.07.2021

Zum Start seiner Sommertour von Vorpommern-Greifswald nach Schwerin hat Michael Sack heute eine Berufliche Schule in Greifswald besucht. Im Nachgang dieses Besuches äußerte der Spitzenkandidat der CDU Mecklenburg-Vorpommern:

„Zuletzt war die Anzahl unbesetzter Ausbildungsstellen so groß wie seit Anfang der 2010er Jahre nicht mehr. Diesen Missstand als eine Folge der Corona-Pandemie abzutun ist Augenwischerei. Vielmehr sind die Zahlen eine Folge des Schattendaseins, das der beruflichen Bildung aufgezwungen wurde: In der Berufsfrühorientierung findet Berufliche Bildung nicht ausreichend statt. Auch die Zentralisierung der Berufsschulen war alles andere als werbewirksam. Und die Mittel, die zur Linderung dieser Schwierigkeiten auf den Weg gebracht wurden, etwa das Azubiticket und Fahrkostenzuschüsse, sind nicht präzise genug an den Bedürfnissen der Berufsschüler ausgerichtet. Die mit beinahe mathematischer Sicherheit eintretende Folge sehen wir monatlich in den Arbeitsmarktberichten unter der Rubrik ‚unbesetzte Lehrstellen‘ und ‚Fachkräftebedarfe‘.“

Es braucht dringend ein Ende des stiefmütterlichen Umgangs mit der Dualen Ausbildung. Erster Schritt ist ein Dezentralisierungsprogramm unserer Berufsschulen unter umfangreicher Nutzung der Digitalisierung. Damit würden wir Möglichkeiten schaffen, den berufstheoretischen Part der Dualen Ausbildung endlich auch wieder stärker in die Fläche zu tragen."


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