Michael Sack: Augen zu und Ohren zu bringt uns nicht weiter – die Zahl der Wölfe muss wirksam begrenzt werden

10.08.2021

Im Rahmen seiner Tour durch Mecklenburg-Vorpommern hat der CDU-Vorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Michael Sack, Weidetierhalter bzw. ehemalige Weidetierhalter in Dömitz und Friedland besucht. Michael Sack:

„Die Schilderungen der Weidetierhalter haben mich tief bewegt. Die Zahl der Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern steigt kontinuierlich und damit auch das Risiko, dass eine Nutztierherde das Opfer von Wolfsrissen wird. Der Anblick blutiger, zerfetzter Tiere ist an sich schon schlimm genug, als besonders empörend empfinden es die Nutztierhalter, wenn sie im Nachgang von vermeintlich sachkundigen Naturschützern über korrekte, sichere Weidetierhaltung belehrt werden. Vielfach entsteht der Eindruck, Naturschützer und politische Verantwortungsträger wollten am Ende die Nutztierhalter für die Wolfsrisse verantwortlich machen.

Die Sachlage ist dabei aus meiner Sicht klar: Der Wolf ist eine schützenswerte Art, sein Erhaltungszustand hat aber einen Punkt erreicht, an dem er zur Plage zu werden droht. Der Wolf ist eben kein possierliches Tier, das man romantisch-esoterisch verklären darf. Der Wolf ist ein Raubtier, das mangels echter Feinde seine Scheu vorm Menschen schon lange abgelegt hat. Im Interesse der Weidetierhalter, der Landwirte und nicht zuletzt im Interesse der Menschen, die im ländlichen Raum leben, braucht es dringend eine rechtssichere, praxistaugliche Möglichkeit, Wölfe wirksam zu bejagen - uns allen muss klar sein, dass wir mit Weidetierhaltung auch unsere Landschaft pflegen. Deswegen werbe ich dafür, gemeinsam mit Weidetierhaltern eine akzeptable Wolfspopulationsgröße zu definieren. Diesen Kompromiss braucht es, damit auch künftig Weidetierhaltung in unserem Land funktioniert.

Rechtliche Bedenken gegen die Bejagung des Wolfes sind vorgeschoben, es fehlt schlicht am politischen Willen. Der Wolf muss ins Jagdrecht aufgenommen werden, damit bei Überschreitungen eines noch zu bestimmenden Mindestbestandes eine notwendig gewordene Bestandsregulierung vorgenommen werden kann.“


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