Michael Sack: Auf Sprachpanscherei verzichten!

05.09.2021

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien hat kürzlich klargestellt, dass das verbindliche Regelwerk für die Rechtschreibung auch weiterhin der Duden ist und in diesem Kontext die Verwendung sogenannter Gendersterne im Schulunterricht untersagt. Der Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Michael Sack, erklärt hierzu:

„Ich danke Frau Prien für ihre beherzte Klarstellung und würde mir wünschen, dass auch das hiesige Bildungsministerium die Anwendung korrekter Rechtschreibregeln im Unterricht anmahnt. Die CDU Mecklenburg-Vorpommern hat in ihrem Wahlprogramm schon vor Monaten Folgendes formuliert:

,Wir halten Gendersternchen weder für eine sinnvolle Weiterentwicklung der deutschen Schriftsprache noch für einen sinnvollen Beitrag zur Förderung der Gleichberechtigung, dennoch legen wir Wert auf eine gleichberechtigte Nennung der Geschlechter.‘

Ebenso wenig wie Sternchen unsere Sprache aufwerten, halte ich substantivierte Verben oder Partizipialformen wie etwa ,Zuhörende‘ für eine notwendige oder gar elegante Art und Weise, mit deutscher Sprache umzugehen. Die Formulierung ,Zuhörerinnen und Zuhörer‘ ist aus meiner Sicht verständlich und exkludiert niemanden, es ist eher so, dass die Entwicklung zur Kunstsprache diejenigen exkludiert, die sich mit Rechtschreibung und Grammatik so schon schwertun.

Gegen eine natürliche Entwicklung der Sprache hat niemand etwas, zumal regelmäßig und aus gutem Grund neue Wörter in den Duden aufgenommen werden. Künstliche, politisch motivierte Eingriffe lehne ich aber rundheraus ab. Und die allermeisten Menschen in Deutschland sehen das nicht anders.“


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