Michael Sack: 16 Cent zusätzliche Spritkosten? Nicht mit der CDU!

01.06.2021

Der Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, hat die Pläne der Grünen zu einer Anhebung der Spritsteuer als vollkommen lebensfremd zurückgewiesen.

„Sicher lässt es sich in deutschen Metropolen mit perfekt ausgebautem ÖPNV trefflich über die Rettung der Welt durch Erhöhung der Mineralölsteuer philosophieren. Wenn eine Sprit-Preis-Erhöhung von 16 Cent das Ergebnis solcher Debattenzirkel ist, hat das aber mit der Lebensrealität in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern nichts mehr zu tun. Dass städtische Ballungszentren nicht vor den gleichen Herausforderungen stehen, wie beispielsweise ländliche Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, neide ich niemandem. Aber ich bitte dann umgekehrt, die Lebenswirklichkeit aus Hamburg oder Berlin nicht einfach eins zu eins auf Mecklenburg-Vorpommern zu übertragen. Genau das passiert aktuell wieder mit der von der Bundesspitze der Grünen angestoßenen Debatte um eine Spritpreis-Erhöhung. Für mich ein weiterer Beleg dafür, dass eine rot-grüne Regierungsverantwortung eine systematische Schlechterstellung des ländlichen Raumes zur Folge haben würde.

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Menschen auf das Auto angewiesen. Für den Einkauf, zur Nutzung kultureller Angebote, um zur Arbeit zu kommen oder die Kinder aus der Schule zu holen. Ein ÖPNV wie etwa in Berlin ist aber in Mecklenburg-Vorpommern weder finanzierbar, noch sinnvoll. Der Individualverkehr ist der Regelfall und er wird es auch bleiben. Wer das Leben im ländlichen Raum unattraktiver durch Beschneidung der Mobilität macht, fördert nur die Landflucht. Das wiederum sorgt für zusätzlichen Druck auf den ohnehin schon angespannten Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen und ein Ausbluten der Peripherie – mit hohen sozialen Folgekosten. Deswegen: Hände weg von der Spritschraube.“


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