Daniel Peters: Mehr ostdeutsche Minister – Schwesig könnte in ihrem eigenen Kabinett anfangen

14.06.2022

In der sogenannten ,Riemser Erklärung‘, die der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der ostdeutschen Länder am 13. Juni 2022 abgegeben haben, heißt es unter Punkt 10: „Die Verbesserung der Repräsentanz von Ostdeutschen in Führungs- und Leitungspositionen ist eine Aufgabe, die gemeinsam von Bund und Ländern angegangen werden muss. […] Dazu werden sie konkrete Maßnahmen erarbeiten, die auf eine Erhöhung des Anteils von Menschen mit ostdeutscher Herkunft in Führungspositionen hinwirken und Nachwuchskräfte fördern.“

Hierzu erklärt der Generalsekretär der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters:

„Mit Interesse nehme ich die Erklärung und die nachfolgenden Appelle insbesondere der hiesigen Ministerpräsidentin zur Kenntnis. Zu den von ihr geforderten konkreten Maßnahmen hätte ich direkt einen Hinweis: Von sechs sozialdemokratischen Ministern im Kabinett Schwesig sind nur zwei aus dem Osten. Auch der Vorsitzende ihrer Landtagsfraktion hat einen innerdeutschen Migrationshintergrund. Der Verdacht drängt sich auf, dass Frau Schwesig erneut Maßstäbe anlegt, die für andere gelten, nicht aber für sie selbst.

Entweder wir einigen uns politisch irgendwann mal darauf, 30 Jahre nach der Deutschen Einheit das ,Ossi-zählen‘ sein zu lassen oder aber Frau Schwesig fängt mit der Ostdeutschenförderung in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich an. Wer ostdeutsche Karrieren fordert und westdeutsche fördert, dessen Glaubwürdigkeitsproblem wird nicht unbedingt kleiner.“


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