CDU Nordwestmecklenburg nominiert Bürgermeister Tino Schomann als Landratskandidat

20.12.2020

Auf einem Kreisparteitag der CDU Nordwestmecklenburg haben die Mitglieder mit großer Mehrheit den Bürgermeister der Gemeinde Blowatz und Vorsitzenden des Kreisbauausschusses Tino Schomann als Kandidaten für die Landratswahl am 25. April 2021 nominiert.

Der 33-jährige Tino Schomann ist bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Politik tätig. Er ist verheiratet mit einer Polizistin und Vater von zwei kleinen Kindern. Hauptberuflich führt er und sein Vater einen familiären Landwirtschaftsbetrieb in Robertsdorf. Tino Schomann ist gelernter Landwirt und Landwirtschaftsmeister. Schon mit 12 Jahren trat er in die Freiwillige Feuerwehr Blowatz ein und wurde bereits mit 19 Jahren Gemeindewehrführer. In dieser ehrenamtlichen Funktion hat er die FFW Blowatz zu einer schlagkräftigen Truppe mit hoher Einsatzbereitschaft entwickelt. 2014 wählten die Blowatzer Einwohnerinnen und Einwohner Tino Schomann zu ihrem Bürgermeister. Der damals 26-jährige kann jetzt auf fast 7 Jahre Amtserfahrung aufbauen.

Besonders hervorgetan hat sich der junge Bürgermeister mit seiner Initiative zum Bau eines Mehrgenerationzentrums und zur Wiedergewinnung eines Arztes für die Gemeinde an diesem Ort. Gemeinsam mit der Gemeindevertretung konnte Tino Schomann für den Bau eine Förderung von 400.000 € aus dem LEADER-Förderprogramm der EU einwerben. Im Mehrgenerationenzentrum sind heute neun altersgerechte Wohnungen, eine Physiotherapie, ein Frisör, Kaufmannsladen sowie weitere Gemeinderäume zu finden. Schomann setzt sich mit viel Kraft für seine Gemeinde mit allen neun Ortsteien ein. Hier kann er z.B. auf eine intakte Grundschule und eine Kita mit neugebautem Hort verweisen.

Aus Sicht des 33-jährigen hat der Landkreis Nordwestmecklenburg enormes Potenzial, welches aber viel zu wenig genutzt werde. Das wolle er ändern und dafür trete er zur Wahl als Landrat an. Schomann sagt dazu: „Ich werde mich dafür einsetzen, den Landkreis weiterzuentwickeln und auch das bereits Erreichte zu erhalten und zu sichern. Dafür kann man sich nicht auf dem Status quo ausruhen, sondern muss aktiv werden. Nur so können wir die Bürgerinnen und Bürger in der Fläche halten und damit auch eine funktionierende ländliche Gemeinde- und Infrastruktur sicherstellen.“ Ein Thema hierfür wäre für Schomann auch ein kostenfreier ÖPNV für den Landkreis.

In seiner Antrittsrede sagte Schomann: „In meiner 7-jährigen Amtszeit als Bürgermeister musste ich leider häufig wahrnehmen, dass die Landrätin den Kontakt zu den Gemeinden oft nur dann gepflegt hat, wenn sie dabei in der Presse glänzen konnte. Die Bürger erwarten von einer Kreisspitze nicht nur Bändchen durchschneiden und Sonntagsreden sondern, dass sie sich den Problemen und den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stellt und wirklich hilft.“

Schomann kritisierte auch den Führungsstil der derzeitigen Landrätin: „Anstatt den fachlich sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern in der Kreisverwaltung zu trauen und ihnen den Rücken für schnelle und gute Entscheidungen zu stärken, wird hier nach meinen Erfahrungen auch die kleinste Detailentscheidung an sich gerissen und muss über den Tisch der derzeitigen Leiterin der Verwaltung. Die wichtigste Aufgabe eines Landrates ist es, den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu begeistern und positiv zu motivieren, sich für Lösungen einzusetzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Fähigkeiten und auch den Wunsch haben, gemeinsam mit der Verwaltungsspitze diese Aufgabe zu bewältigen. Mit mir als Landrat können wir das schaffen.“


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