35. Parteitag in Hannover

09.09.2022

Am vergangenen Wochenende hatte die CDU Deutschlands ihren 35. Parteitag in Hannover. Es handelte sich im Wesentlichen um einen Programmparteitag, der erste in Präsenz seit drei Jahren.

In Ihrem Leitantrag „Klarer Kurs für sichere Energie und eine starke Wirtschaft“ positionierte sich die CDU angesichts des unbrauchbaren politischen Umgangs der Ampelkoalition mit den explodierenden Energiepreisen. Das Papier beinhaltet u.a. die Forderung nach einer begrenzten Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke, einer für die Bürgerinnen und Bürger verbilligten Grundversorgung mit Strom und Gas sowie das Aus für die Gasumlage.

Beschlossen wurde außerdem eine Grundwertecharta, die auf sieben Seiten zusammenfasst, was Christdemokratie heute ausmacht. In den kommenden Jahren soll die Charta nach und nach mit Leben gefüllt werden.

In einem zweiten Leitantrag „Volkspartei der Zukunft: Die CDU erneuern“ ging es vor allem um die Einführung einer Frauenquote. Der Parteitag hat entschieden, dass ab der Kreisverbandsebene für CDU-Vorstände eine verbindliche Frauenquote schrittweise bis 2025 und auf fünf Jahre befristet eingeführt wird. Mit Blick auf mehr Familienfreundlichkeit wurden für Gremiensitzungem verbindliche Anfangs- und vor allem Schlusszeiten beschlossen und die LSU (Bundesverband Lesben und Schwule in der Union) wird organisatorisch aufgewertet, sie wird künftig als Sonderorganisation geführt, vergleichbar dem RCDS.

Und auch eine Wahl gab es auf dem Parteitag: Christina Stumpp ist jetzt offiziell stellvertretende Generalsekretärin der CDU und verstärkt das Team im Berliner Adenauerhaus.


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